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Pferdeausbildung ohne Hilfszügel
 
  • Remonteschule
Geradeausreiten/ gewöhnen an das Reitergewicht    
  • Campagneschule 
Seitengänge, beginnende Versammlung 
  • Hohe Schule 
voll trainiertes Pferd, starke Versammlung, Schulsprünge    
 
Die Reitkunst entwickelt aus den natürlichen Gangarten des Pferdes (Schritt, Trab, Galopp, Karriere = Renngalopp und Sprung (z.b die Lacande)) die geregelten Reitgänge, die Schulen auf der Erde (Passage, Piaffe, Redopp) und die Schulen über der Erde (Levade, Pesade, Terre à Terre, Mezair, Courbette, Croupade, Ballotade und Kapriole). Sie ist aus dem Militär entsprungen und wurde zum Einsatz im Kampf zu Pferd genutzt.
 
All diese Bewegungen sind vorwärts gerichtet, während die Seitengänge (Schulterherein, Travers, Renvers und Konterschulterherein) das Pferd zu kurzen Wendungen befähigen, bei welchen es sich mit Vorder- und Hinterbeinen auf nebeneinander liegenden Linien bewegt und die Beine über die der anderen hinwegschreiten.
 

Reiterausbildung

 

Neben den grundsätzlichen handwerklichen Fertig- und Fähigkeiten, wie etwa einem ruhigen entspannten und dennoch aufmerksamen, grazilen Sitz, einer ruhigen und trotzdem lebendigen Hand und einer feinen aber klaren Hilfengebung, gilt es für einen meisterlichen Reiter viel mehr zu erlernen.

 
Für eine wahre Kunst ist die mentale Haltung ein gewichtiger Faktor. Gemeint ist, dass wir besonderen Kontakt mit einem „anderen“ Lebewesen hegen. Es ist eine Bindung, eine Partnerschaft und nicht zuletzt eine große Verantwortung die wir eingehen. Oft wird damit Ehe und Familie assoziiert. Gerade diese Assoziation ist es die die Angelegenheit verfälscht. Denn nicht zu vergessen ist, dass dieses „andere“ Geschöpf genau hier klar definiert werdern will. Es darf niemals als Kathalysator oder zum kompensieren einer anderen vermenschlichenden Ebene erdacht und benutzt werden. Ein Pferd ist kein Kindersatz, klärt keinen privaten oder beruflichen Streit und ist auch kein Statussymbol. Es kann Sie zu der höchsten Kunst führen, die es mit einem nonverbalen Geschöpf zu entdecken gilt - aber nur dann, wenn Sie bereit sind „zu zuhören“ und „zu verstehen“.
 
Von großer Bedeutung ist die innere Ruhe wenn Sie mit Ihrem Pferd umgehen. Sie müssen kein Buddha sein und auch ist die Akzeptanz Ihrer Person gegenüber Ihrem Pferd selbstverständlich, aber Sie werden lernen frei von unangebrachten Emotionen bei Umgang und Training zu agieren und zu reagieren. Ziel ist ohne Wut oder Verzweiflung zu handeln. Richtig zu loben und fair zu tadeln. Das Ergebnis ist ein motiviertes, ausgeglichenes Pferd und ein glücklicher Reiter.