Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Philosophie
 
Die Ausbildung des Pferdes und die Ausbildung des Reiters sind zwei getrennt verlaufende, jedoch stets miteinander im Einklang stehende Vorgänge. Jeder versucht aber die psychischen und physiologischen Anlagen sowohl beim Menschen als auch beim Tier voll zu entfalten und weiter zu entwickeln. Unter möglichster Schonung der bei der Ausbildung äußerst beanspruchten Beine des Pferdes sollen die Übungen der Hohen Schule erlernt werden. Zugleich ist auf die Gewährleistung einer möglichst langen Lebensspanne des Pferdes Rücksicht zu nehmen.
 
Die Wege um auch zur „Seele“ von Mensch und Tier zu finden sind so vielfältig wie zahlreich und verlangen grundsätzliche Kenntnisse über Menschen- und Tierpsychologie, zudem ein gerüttelt Maß an Erfahrung. Das erreichbare Niveau hängt natürlich von der Veranlagung des Schülers, sowohl Mensch als auch Pferd, ab. Ein Pferd, das durch die Ausbildung nicht schöner in seinen Körperformen, stolzer in seiner Haltung, aufmerksamer in seinem Gehaben wird, dem man nicht die Freude über sein eigenes Können am Spiel der Ohren und im Ausdruck der Augen ansieht, wurde dressiert und nicht im klassischen Sinne ausgebildet.
 
Das richtig ausgebildete Dressurpferd versinnbildlicht beides. Es ist ein lebendes Kunstwerk von zeitloser Schönheit.